Loïc Gasch (Photo: athletix.ch)
Loïc Gasch (Photo: athletix.ch)

Loïc Gasch tritt nach Weltklasse Zürich zurück

Der Hochspringer Loïc Gasch (US Yverdon) hat sich entschieden, seine Karriere nach seinem Auftritt am Donnerstag bei Weltklasse Zürich zu beenden. Der Schweizer Rekordhalter hatte immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen, weshalb er nun einen Schlussstrich zieht.

Der 29-jährige Loïc Gasch ist einer der erfolgreichsten Schweizer Leichtathleten der Gegenwart und schrieb mehrmals Schweizer Leichtathletikgeschichte. Im Juniorenalter noch ein eher unauffälliger Athlet, startete der Waadtländer erst mit gut 20 Jahren so richtig durch. 2018 erlebte er an der EM in Berlin (GER) seine Premiere an einem Grossanlass bei der Elite und stiess dort sogleich in den Final vor.

2020 übersprang Gasch in Aarau erstmals 2,30 m und 2021 verbesserte er in Lausanne den Schweizer Freiluft-Rekord auf 2,33 m. Unter anderem dank dieser Leistung schaffte er die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio (JPN). Sein Karriere-Highlight erlebte er im März 2022, als er an der Hallen-WM in Belgrad (SRB) sensationell die Silbermedaille gewann.

Die Anforderungen des Spitzensports setzten Loïc Gasch immer wieder zu und mehrmals wurde er von körperlichen Beschwerden (insbesondere am Knöchel und im Rücken) zurückgeworfen. Sowohl an der WM 2022 in Eugene (Out in der Qualifikation) wie auch an der Hallen-EM 2023 in Istanbul (Platz 7 im Final) reüssierte er nicht so, wie er es sich wünschte. In der laufenden Saison weist er eine Bestleistung von 2,20 m aus.

«Ein schwieriger, aber richtiger Entscheid»
«Der Entscheid fällt mir schwer, aber ich merke, dass ich nicht mehr in der Lage bin, mein höchstes Niveau zu erreichen und mich weiter zu verbessern. In den vergangenen zwölf Monaten war ich nie hundertprozentig fit. Das hat dazu geführt, dass die Freude im Training nicht mehr die gleiche ist, ausserdem habe ich auch im Beruf Ambitionen. Deshalb habe ich mich entschieden, dass nach Weltklasse Zürich Schluss ist», sagt Gasch, der von Beruf diplomierten Buchhalter ist. «Ich hatte während vielen Jahren eine grossartige Zeit und bin dankbar für all die Erfahrungen und Emotionen. Der Sport wird mir fehlen, aber ich kann diesen Schritt aus Überzeugung machen.»

Ganz mit Leichtathletik abschliessen will er erfreulicherweise nicht: «Sehr gerne würde ich nach einer Pause mit der Leichtathletik verbunden bleiben und meine Erfahrung an junge Athletinnen und Athleten weitergeben.»

(fre)