Knapp ein Jahr nach seinem fantastischen Marathondebüt in Paris (2:07:44) samt Olympiaqualifikation verblüffte Matthias Kyburz in Sevilla (ESP) als Vierter und bester Europäer abermals: In 2:06:48 Stunden «überholte» der achtfache OL-Weltmeister seinen Trainer Viktor Röthlin (2:07:23) und avanciert zum zweitschnellsten Schweizer Marathonläufer hinter Rekordhalter Tadesse Abraham (2:04:40).
2:06:36 vom Coach angesagt, 2:06:48 geliefert – Matthias Kyburz gab beim Sevilla-Marathon erneut eine Kostprobe seines schier unbegrenzten Laufpotenzials ab. Nicht nur pulverisierte er seine bisherige Bestzeit im erst dritten Marathon der Karriere um fast eine Minute. Nein, wie schon im letzten April in Paris (7.) glänzte der 35-jährige Fricktaler als bester Europäer in einem von 10’000-m-Olympiasieger Selomon Barega angeführten Top-Feld. Der aktuelle Marathonmeister Patrik Wägeli steigerte seine persönliche Bestzeit gleichenorts um zwölf Sekunden auf 2:12:46.
Einen Monat nach seiner Halbmarathonbestzeit in Sevilla (1:01:46) und der erfüllten Strassenlauf-EM-Limite verpasste Kyburz die hochgesteckte WM-Limite (2:06:30) für Tokio lediglich um 18 Sekunden. Der Olympia-30. des letzten Jahres plant indes ohnehin nicht mit dem Leichtathletik-Grossanlass Mitte September. Sein nächstes Augenmerk gilt der OL-WM Anfang Juli in Finnland, wo er seinen neunten und wohl letzten WM-Titel anstrebt, ehe er auf die olympische Marathondistanz zurückkehren wird.
Sevilla (ESP). Marathon. Männer: 1.Selemon Barega (ETH) 2:05:15. Ferner: 4. Matthias Kyburz (LC Basel) 2:06:48. 36. Patrik Wägeli (LC Frauenfeld) 2:12:46.
Payerne. 10 km. Frauen: 2. Elena Eichenberger 33:41 (Schweizer Rekord U23 – vorher Shirley Lang 33:59).
(sto)