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SM Tag 1: Mujinga Kambundji gewinnt Heimspiel im Wankdorf | 06.07.2012
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Vor einer Woche an der EM in Helsinki (Fi) galt für die Schweizer Staffelläuferinnen noch: One Team – one Dream. Inzwischen wissen wir: Der Traum wurde Wirklichkeit; die 4x100-m-Rekordstaffel qualifizierte sich als 14. beste Nation der Welt für die Olympischen Spiele. In Bern waren die Startläuferin Michelle Cueni (LC Zürich) und die Ersatzläuferinnen Marisa Lavanchy (LC Zürich) und Mujinga Kambundji (ST Bern) wieder alleine, sprich: als Konkurrentinnen, unterwegs. Alle drei wollten gewinnen, das hatten sie im Halbfinal nicht nur verbal unterstrichen. „Im Final zählts“, gab die Lokalmatadorin Mujinga Kambundji zu verstehen.
Auf ihrer Heimbahn im Berner Wankdorf-Stadion hatte sie Michelle Cueni im Halbfinal (11,85) eine Hundertstelsekunde abgenommen. Im Final lag sie bereits nach dem Start vorne. Während Cueni bei einem Gegenwind von 0,4 m/s erneut in 11,86 „anschlug“, steigerte sich Kambundji auf 11,65. „Mit der Zeit bin ich zufrieden“, sagte die 20-jährige Titelverteidigerin und EM-Starterin. Als eine der Ersten gratulierte ihr die geschlagene Cueni, mit 11,60 die bis dato Saisonschnellste: „Mujinga war heute klar schneller“, anerkannte die Zürcher 60-m-Hallenmeisterin mit Freiburger Wurzeln. Dritte wurde die 200-m-Hallenmeisterin Marisa Lavanchy (12,00).
Parallelen zwischen den Männern und Frauen
Bei den Männern machte Rolf Malcolm Fongué das Rennen – zum dritten Mal in Folge. „Ich bin froh, konnte ich meinen Titel verteidigen, an der SM zählt nur der Sieg“, sagte der Zürcher in Berner Diensten. In 10,49 (Gegenwind 0,9 m/s) verwies er seinen Trainings- und Klubkollegen Steven Gugerli (GG Bern) auf Platz 2. Wie Cueni lief Gugerli im Final exakt die gleiche Zeit wie im Halbfinal (10,59). Und wie bei den Frauen wurde der amtierende 200-m-Hallenmeister Dritter, in diesem Fall Pascal Müller (BTV Aarau/10,82).
Die einzige nationale Saisonbestzeit erzielte Jessica Martins (Stade Genève) im Vorlauf über 400 m (54,25).
Mehrfachmeister nur vom Regen gebremst
Schweizer Meister wurden am ersten Tag neben den Sprintern auch Stabspringer Patrick Schütz (LV Winterthur), Dreispringer Alex Hochuli (LC Zürich), Hammerwerfer Martin Bingisser (LC Zürich) und Speerwerfer Nicola Müller (TV Riehen). Während es für Müller und Bingisser der zweite respektive vierte Titel war, liess sich Hochuli mit 16,15 m im letzten Versuch bereits zum neunten Mal als Meister feiern (viermal draussen und fünfmal in der Halle). Schütz seinerseits sicherte sich sein fünftes SM-Gold (das dritte outdoor). Seine 5,20 m bedeuteten zudem Schweizer Saisonbestleistung. „Wäre der Regen nicht gekommen, wäre vielleicht noch mehr drin gelegen“, bedauerte der Routinier.
Bei den Frauen gingen die weiteren Titel an die Weitspringerin Barbara Leuthard (LC Zürich), die Speerwerferin Christa Wittwer und die Hammerwerferin Nicole Zihlmann (LC Luzern). Alle standen schon mehrmals zuoberst auf dem SM-Treppchen: Wittwer und Zihlmann jeweils viermal, Leuthard gar 17-mal (Weit- und Dreisprung zusammengezählt). Auch sie kämpften mit den teils „finnischen“ Verhältnissen. Schöne Aussichten: Für Samstag verspricht Meteo Schweiz Wetterbesserung.
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>>> SM-Auftakt: Noemi Zbären sorgt für den ersten KnallerBern. Schweizer Meisterschaften. 1. Tag. Finals. Männer. 100 m (GW 0,9 m/s): 1. Rolf Malcolm Fongué (GG Bern) 10,49 (Vorlauf 10,59/GW 0,9 m/s). 2. Steven Gugerli (GG Bern) 10,59 (Vorlauf 10,59/GW 0,7 m/s). 3. Pascal Müller (BTV Aarau) 10,82. 4. Stig Segat (LA Nidwalden) 10,83. 5. Yanier Bello (Stade Genève) 10,91. 6. Kwasi Asante Ofosu (LC Basel) 10,94.
Stab: 1. Patrick Schütz (LV Winterthur) 5,20 (SB). 2. Marquis Richards (TV Arlesheim) 5,10. 3. Dominik Alberto (LC Zürich) 4,90. 4. Reto Fahrni (GG Bern) 4,80. 5. Vladimir Ferber (Lausanne-Sports) 4,60. 6. Jonas Hügli (BTV Aarau) 4,40.
Drei: 1. Alexander Hochuli (LC Zürich) 16,15. 2. Andreas Graber (ST Bern) 15,54. 3. Alexander Martinez (GG Bern) 15,28. 4. Simon Sieber (LC Schaffhausen) 14,75. 5. Nils Wicki (OB Basel) 14,64. 6. Michael Buri (LV Winterthur) 14,42.
Speer: 1. Nicola Müller (TV Riehen) 69,66. 2. Christian Loosli (TV Herzogenbuchsee) 65,24. 3. Roland Thalmann (LC Frauenfeld) 64,29. 4. Julian Lehmann (ST Bern) 60,47. 5. Dario Meier (LV Winterthur) 59,24. 6. Roman Isler (LV Winterthur) 56,85.
Hammer: 1. Martin Bingisser (LC Zürich) 66,40. 2. Björn Kötteritzsch (LC Brühl St. Gallen) 50,07. 3. Simone Gila (Virtus Locarno) 46,58. 4. René Eisenhut (LC Brühl St. Gallen) 46,03. 5. Alexandre Gurba (GG Bern) 43,03. 6. Roland Hotz (TSV Rotkreuz) 41,75.
Frauen. 100 m (GW 0,4 m/s): 1. Mujinga Kambundji (ST Bern) 11,65 (Vorlauf 11,85/GW 0,9 m/s). 2. Michelle Cueni (LC Zürich) 11,86 (Vorlauf 11,86/GW 0,9 m/s). 3. Marisa Lavanchy (LC Zürich) 12,00. 4. Sarah Atcho (Lausanne-Sports) 12,16. 5. Aurélie Humair (FSG Bassecourt) 12,23. 6. Samatha Dagry (Lausanne-Sports) 12,34.
Weit: 1. Barbara Leuthard (LC Zürich) 6,10. 2. Valérie Reggel (LV Winterthur) 5,80. 3. Sarina Schmied (GG Bern) 5,75. 4. Gabi Kutscherauer (ST Bern) 5,74. 5. Ellen Spruger (COVA Nyon) 5,70. 6. Fatim Affessi (CA Genève) 5,58. - Bemerkung: Irene Pusterla nicht am Start.
Speer: 1. Christa Wittwer (GG Bern) 46,46. 2. Salina Fässler (Amriswil-Athletcis) 46,01. 3. Fabienne Bruhin (LC Dübendorf) 44,98. 4. Nadja-Marie Pasternack (LAC TV Unterstrass Zürich) 43,03. 5. Karin Olafsson (TV Riehen) 42,96. 6. Caroline Agnou (SATUS Biel Stadt) 42,75.
Hammer: 1 Nicole Zihlmann (LC Luzern) 58,98. 2. Lydia Wehrli (Stade Genève) 56,61. 3. Rebecca Bähni (LC Zürich) 55,47. 4. Cornelia Hodel (TV Olten) 42,07. 5. Yvette Bot-Vleerlaag (Ho/CA Sion) 41,06. 6. (SM-5.) Mirjam Schaltenegger (LC Frauenfeld) 41,06.
Vorläufe/Qualifikationen: Männer: 400 m. 1. Serie: 1. Philipp Weissenberger (LC Zürich) 48,28. - 400 m Hürden: 1. Kariem Hussein (LC Zürich) 51,85. - Frauen. 400 m: 1. Jessica Martins (Stade Genève) 54,25 (SB). - 100 m Hürden. Vorlauf. 1. Serie (GW 1,5 m/s): 1. Lisa Urech (SK Langnau) 13,31. - 2. Serie (GW 1,1 m/s): 1. Clélia Reuse (CABV Martigny) 13,41. 3. Serie (GW 0,6 m/s): 1. Noemi Zbären (SK Langnau) 13,25. - 4. Serie (GW 0,3 m/s): 1. Ellen Sprunger (COVA Nyon) 13,81.



