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Grossartig: Männer-Staffel verbessert Schweizer Rekord | 08.09.2011

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schneeberger_marc_barcelonaPhantastischer Auftritt vor phantastischem Publikum: Die 4x100-m-Staffel der Männer hat beim Diamond-League-Meeting Weltklasse Zürich den Schweizer Rekord auf 38,62 Sekunden verbessert.


Pascal Mancini (Stade Genève), Amaru Schenkel (LC Zürich), Alex Wilson (Old Boys Basel) und Marc Schneeberger (TV Länggasse) waren mit 38,62 Sekunden sieben Hundertstel schneller als an der EM 2010 in Barcelona (Sp), wo sie (mit Aron Beyene an Stelle von Alex Wilson) glänzende Vierte wurden. Sie waren damit sogar schneller als das Team der USA – ein wahrlich seltenes Bild. Hinter Jamaika und Grossbritannien wurden sie sensationell Dritte und durften sich vom begeisterten Publikum feiern lassen.

Startläufer Pascal Mancini zeigte sich von der Leistung begeistert: „Wir waren sehr motiviert, hier gut zu laufen. Nach unserem Ausscheiden in Daegu (im WM-Halbfinal liessen die Schweizer beim zweiten Wechsel den Stab fallen) waren wir etwas frustriert. Ich bin wie eine Bombe gestartet und der erste Wechsel hat noch besser als in Daegu geklappt. Alle sind heute sehr gut gelaufen. Wir wussten: Wenn uns ein solcher Lauf gelingt, können wir Schweizer Rekord laufen. Ein 3. Platz in Zürich, vor diesem tollen Publikum – das will etwas heissen.“

Gross war die Erleichterung auch bei Alex Wilson: „Wir mussten hier unbedingt etwas zeigen. An der WM ist uns ein Fehler passiert, doch schon dort waren wir schnell. Das hier war ein perfekter Lauf. Für mich war es ein unglaubliches Gefühl, so weit vorne aus der Kurve zu kommen. Wir sind ein tolles Team!“

Amaru Schenkel sagte über den Wechsel zu Alex Wilson, der an der WM noch missraten war: „Heute ist Alex super abgegangen. Genau so muss es sein!“

Irene Pusterla fehlte ein Zentimeter zu Platz 3

Knapp zwei Wochen nach ihrem Out in der Qualifikation an der WM in Daegu (SKor) zeigte Irene Pusterla (Vigor Ligornetto) in Zürich einen formidablen Auftritt. In ihrem dritten Versuch sprang die Schweizer Meisterin 6,60 m. Mit dieser Leistung wurde sie in einem Weltklassefeld Vierte. Die drei vor ihr platzierten Athletinnen hatten sich an der WM alle in den Top 4 klassiert. Es ist dies das zweite Mal, dass die nationale Rekordhalterin (6,84 m) in diesem Jahr in der Diamond League das Podest knapp verpasste. In Monaco war sie mit 6,70 m ebenfalls Vierte geworden.

„Nach der WM war es mir wichtig, hier gut zu springen“, erklärte Pusterla. „Schade, habe ich das Podest um einen Zentimeter verfehlt. Doch auch ein 4. Platz hier in Zürich hat einen hohen Wert.“ Schon nächste Woche wird sie in Rovereto (It/Dienstag) und Bellinzona (Donnerstag) zu weiteren Höhenflügen ansetzen.

Nicole Büchler scheitert auf 4,52 m

Unterschiedlich erfolgreich schnitten die beiden Stabspringerinnen Nicole Büchler und Anna Katharina Schmid (beide ST Bern) ab. Büchler überquerte sowohl 4,22 m als auch 4,42 m, ehe sie auf 4,52 m dreimal scheiterte. Hätte sie reüssiert, hätte sie ihren eigenen Schweizer Rekord um zwei Zentimeter verbessert. „Zwei der Sprünge waren gut. Am Ende fehlte mir das Wettkampfglück“, sagte die 16. der WM. „Insgesamt war dies für mich trotzdem ein guter Wettkampf.“ Schmid sprang 4,22 m und nahm danach auf 4,42 m dreimal erfolglos Anlauf.

Lisa Urech früh ausgeschieden
Lisa Urech (SK Langnau) erlebte vor der tollen Kulisse im Letzigrund-Stadion eine grosse Enttäuschung. Die WM-Neunte lief in die erste Hürde hinein und schied aus. Trotz dieses Missgeschicks stellte sie sich in der Mixed Zone den Fragen der Journalisten. „Ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Es tut mir leid für alle, die sich auf mein Rennen gefreut haben. Ich wäre hier gerne schnell gelaufen“, verlieh sie ihrer Enttäuschung Ausdruck.

Andreas Kundert nach Fehler aus dem Tritt geraten
Im Rennen über 110 m Hürden erwischte der auf Bahn 1 laufende Andreas Kundert (LC Brühl) einen guten Start, touchierte dann aber eine Hürde und geriet völlig aus dem Tritt. Mit 13,99 Sekunden blieb er als Siebter gerade noch unter der 14-Sekunden-Grenze. „Der erste Teil des Rennens war gut, vom Gefühl her eine meiner besten Leistungen in dieser Saison, aber bei der sechsten Hürde habe ich voll eingehängt. Das ärgert mich. Wegen diesem Fehler habe ich sicher drei Zehntel verloren“, bedauerte Kundert.

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